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Tradition Schützenfeste sind im Mittelalter entstanden. Die Hauptwaffe der Bürgerwehren
war die Armbrust. Eine willkommene Gelegenheit, die für den Ernstfall bestimmte und durch stete
Übung erlangte Fertigkeit im Schießen in friedlichem Wettkampf miteinander
miteinander zu messen, bot den Bürgern das um die Pfingstzeit abgehaltene
Vogelschießen, das zu den ältesten Volksbelustigungen gehört und in engster
Beziehung zu der altgermanischen Frühlings- und Maifeier steht. Der Maibaum wurde Mittelpunkt der Wettkämpfe, Spiele und Volksbelustigungen.
An seine Spitze wurde der Vogel gesteckt. Die grüne Tracht der Schützen erinnert
noch heute an dieses Brauchtum. Mit dem Aufblühen der Städte bildeten sich überall Schützenvereine, die
dieses Brauchtum bis heute erhalten haben.
Geschichte des Reinbeker Schützenvereins In Reinbek bestand schon vor ca. 300 Jahren eine Schützengilde, die neben dem
Schießsport in seinen damaligen Formen die selben Ideal pflegte, Heimatliebe,
Gemeinschaftssinn und Geselligkeit. Schon Ende des 17. Jahrhunderts wurden in
der Loddenallee Schützenfeste gefeiert, über die aber nichts Näheres überliefert
ist. Am 24. Februar 1724 verordnete der dänische König urkundlich, daß für den
Reinbeker Schützenkönig und zwar ohne Unterschied "wie hoch oder niedrig er im
Amtsregister eingetragen sei", also ohne Unterschied ob arm oder reich, eine
Prämie von 16 Reichstalern von dem Amtsschreiber Barthold Christoph Lodde auf
dem Reinbeker Schloß, dem Amtssitz ausgezahlt werden sollte. Nach diesem
Amtsschreiber Lodde, der durch Anpflanzung von Eichen und Buchen die Waldallee
geschaffen hat, heißt seit Jahrhunderten das schöne Reinbeker Waldtal die
"Loddenallee". Hier stand einst "de Boom", die Stange mit dem bunten Vogel an der Spitze.
Die alte Reinbeker Schützengilde ist aus einer jahrhundertealten gemeinnützigen
Einrichtung, der Brandgilde, hervorgegangen. Leider wissen wir heute nichts über
die Zeit dieser ersten Gilde bis zur Gründung des Reinbeker Schützenvereins von
1874. Lange Zeit bestanden aber 2 Schützenvereine nebeneinander in Reinbek.
Feierte und schoß der eine überlieferungsgemäß in der Loddenallee, so der andere
in Prahlsdorf, wo der Schießstand neben dem "Herrengraben", einem früheren
Grenzgraben zwischen Reinbek und Schönningstedt ausgelegt war (Schützenhof -
Schützenstraße). Der heutige Reinbeker Schützenverein wurde im November 1874 von Bürgern gegründet. Von ihnen sind uns die Namen: Moritz Dober, Carl Jacobsen, Heinrich Kiehn, Fritz Prahl, Ludwig Rudow, Fritz Sanmann, Johann Sanmann und Jochen Schmidt überliefert. |